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Überraschend in Japan: Eine Blume, die wie Glas aussieht, wurde entdeckt

In Japan wurde eine neue Orchideenart entdeckt. Sie ist wunderschön und ihre Blüten, die so zerbrechlich und zart sind, scheinen Blütenblätter zu haben, die fast aus Glas sind.

Die neue Orchidee, Spiranthes Hachijoensis genannt, hat wirklich außergewöhnliche Eigenschaften. Ihre zarten Blüten haben Schattierungen, die von schmutzig weiß bis rosa reichen, und vor allem scheinen sie aus der Nähe wirklich fast aus Glas zu sein.

Spiranthes werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Haarsträhnen auch "Damenzöpfe" genannt und haben einen zentralen Stiel, um den herum eine aufsteigende Spirale winziger glockenförmiger Blüten wächst.

fonte Springer Nature Switzerland
Eine neue Orchidee
Japan ist ein Land, in dem die Flora ausführlich untersucht und dokumentiert wurde. Professor Suetsugu Kenji und seine Mitarbeiter haben jedoch kürzlich eine neue und überraschende Orchideenart entdeckt, deren rosa Blütenblätter eine erstaunliche Ähnlichkeit mit dem bearbeiteten Glas haben. Da sie ursprünglich in der Nähe der Insel Hachijo in der Präfektur Tokio entdeckt wurde, wurde die neue Art nach Spiranthes hachijoensis benannt.
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Lebensraum und Verbreitung
Interessanterweise kann Spiranthes hachijoensis in Umgebungen wie Wiesen und Parks und sogar in privaten Gärten und auf Balkonen gefunden werden. Diese Forschung deutet darauf hin, dass sich weitere neue Arten an ganz gewöhnlichen Orten verstecken könnten, so dass man sich nicht mehr in entlegene tropische Regenwälder begeben muss, um sie zu entdecken.
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Merkmale und Geschichte
Die Spiranthes-Gattung umfasst eine faszinierende und wunderschöne Orchideenart, die eine Reihe charakteristischer morphologischer Merkmale aufweist. Die Blüten sind typischerweise klein und weiß oder rosa, spiralförmig um einen zentralen Stiel angeordnet, daher der Spitzname "Damenzopf". Die Spiranthes ist die bekannteste Orchidee in Japan und wurde seit Jahrhunderten geschätzt, sogar in Manyoshu, die älteste Anthologie von Gedichten in Japan.
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Das Geheimnis von japanischen Spiranthes 
Lange Zeit glaubte man, dass die Spiranthes auf dem japanischen Kontinent aus einer einzigen Art bestehen: Spiranthes australis. Während Suetsugu jedoch umfangreiche Felduntersuchungen mit japanischen Spiranthes durchführte, stieß er auf mehrere Populationen eines unbekannten Spiranthes-Taxons mit unbehaarten Blütenstängeln auf dem japanischen Festland.
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Eine vertiefte Studie
Als Ergebnis führten Suetsugu und seine Kollegen zehn Jahre lang eine umfassende und vielfältige Studie durch, um die Unterschiede zwischen diesen Pflanzen genau zu bestimmen. Die Exemplare wurden an verschiedenen Orten in Japan, Taiwan und Laos gesammelt. Durch die Integration der Ergebnisse von DNA-Analyse, Morphologie, Feldbeobachtungen und Reproduktionsbiologie fanden Suetsugu und seine Mitarbeiter heraus, dass es sich um eine kryptische Art handelt, die eine hohe molekulare Divergenz aufweist, wenn auch mit einer minimalen morphologischen Differenzierung. Die Entdeckung neuer Arten, die in Gemeinplätzen verborgen sind, unterstreicht die Notwendigkeit einer anhaltenden Erforschung, auch in scheinbar unbedeutenden Umgebungen.
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